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Cassava Wraps

Meine Cassavawraps sind eine tolle Alternative, für die Lunchbox

Meine Cassavawraps sind eine tolle Alternative, für die Lunchbox

Ich habe es geschafft und ein Rezept kreiert, dass bereits in Paleogruppen als “Wraps a la Roxi” bezeichnet werden! Als ich das zum ersten mal gelesen habe, bin ich vor Stolz fast geplatzt! Und ja auf meine Wraps bin ich wirklich stolz. Sie sind perfekt! Sie sind schnell zubereitet, lassen sich super rollen und sind ein großartiger “take away” Snack für Unterwegs. Sie sind meine Stulle! Nur eben eine Stulle ohne Brot.

Und damit ihr sie einfach nachkochen könnt, kommt hier das Rezept:

Zutaten für 5-6 Wraps

4 Eier
4 gehäufte EL Cassava-/Maniokmehl (siehe mein Artikel zum Thema Cassavaprodukte!)
Kokosmilch
Salz
Etwas Fett (Kokosöl oder Ghee) zum Braten

Ich verwende immer nur gusseiserne Pfannen. Vermutlich geht das Rezept mit einer beschichteten Pfanne leichter, aber ich verzichte gerne auf die Gefahren von Teflon & Co und nehme das Extratraining mit den schweren Gußeisenpfannen gerne in Kauf.

  1. Schlage die Eier schaumig und gebe nach und nach das Cassava-/Maniokmehl und die Prise Salz dazu. Verrühre alles.
  2. Gebe nun Kokosmilch dazu und rühre weiter. Es muss soviel Kokosmilch hinein, bis der Teig eine schöne crêpeartige Konsistenz hat und eher flüssig ist.
  3. Heize die Pfanne auf einer höheren bis mittleren Stufe vor. Bei meinem Induktionsherd ist es eine 9 von 14.
  4. Gebe nur wenig Fett in die Pfanne. Wenn man zu viel Fett hineingibt, dann vermischt sich der Teig beim Hineingießen mit dem flüssigen Fett und wird sehr merkwürdig von der Konsistenz
  5. Gieße nun mit einer kleinen Kelle etwas Teig in die Pfanne und verteile ihn gleichmäßig über den gesamten Boden, bis er die ganze Fläche bedeckt. Um die richtige Menge herauszufinden bedarf es bestimmt einiges an Ausprobieren. Generell ist ein “sehr dünn” bedeckt besser, als ein “zu dick”. Kleine Lücken kann man übrigens prima schließen, indem man noch etwas Teig mit einem Löffel darüber träufelt und die Pfannen etwas hin und her schwenkt.
  6. Wenn sich die Ränder anfangen zu lösen, schau vorsichtig mit Hilfe eines Pfannenhebers, wie der Bräunungsgrad ist. Er sollte bei einem schönen Sonnengelb/braun liegen.
  7. Jetzt nur noch Wenden. Das kannst du entweder locker aus dem Handgelenk machen (Wenn du gusseiserne Pfannen verwendest, dann viel Spaß dabei) oder du nimmst einen Pfannenwender zur Hilfe, gehst vorsichtig unter den Wrap und wendest ihn mit einer schnellen Bewegung.
  8. Die zweite Seite geht meistens schneller als die erste, also schön aufpassen, dass nichts verbrennt. Wenn der Wrap fertig ist, läßt du ihn auf einen Teller gleiten

So, nun kannst du deinen Wrap nach Herzenslust belegen. Süß und deftig funktioniert beides sehr gut. Hier kommen einige Vorschläge:

In süß

  • Mit selbstgemachter Nutella (Haselnussbutter, Kakaopulver und Honig) und kleingeschnittener Banane
  • Mit verschiedenen Beeren und entweder frischer Schlagsahne bei primal oder mit Kokosmilchsahe bei paleo
  • Nussbutter und Früchte

In deftig:

  • Mit Aufschnitt (dünngeschnittener Kassler, Serano Schinken, Salami usw), Salat, Senf oder Guacamole und in Streifen geschnittene Gurke oder Tomate oder beides
  • Mit zerbröseltem hartgekochten Ei, knusprig gebratenem und auch zerbröselten Bacon mit in Streifen geschnittener Gurke oder Avocado
  • Mit (am besten selbst gemachter) Leberwurst, in dünne Spalten geschnittenen Äpfeln und in streifen geschnittene Schalotte
  • Mit Räucherlachs, Avocado und frisch geriebenem Meerrettich oder einer Soße aus Honig, Senf und Dill

Ein kleiner Tipp: Die Wraps funktionieren auch mit Tapiokastärke anstatt Cassata-/Maniokmehl, aber sie schmecken mir nicht wirklich gut, da sie zu gummiartig werden.

Bevor der große Shitstorm zum Thema “Nachbauten sind nicht paleo” losgeht: Jeder, der meine Posts auf Facebook, Instagram oder auch hier auf der Seite verfolgt, weiß, dass ich sehr großen Wert auf ausgewogenes und nahrhaftes Essen, vollgestopft mit allen möglichen Vitaminen, Minerallstoffen, Aminosäure und und und, lege. Diese Wraps gibt es meistens einmal die Woche, weil sie perfekt sind, wenn es mal schnell gehen muss und man etwas für die Lunchbox braucht. Ich persönlich finde es nicht schlimm ein paar Carbs mehr zu essen. Womit ich allerdings sehr zurückhaltend bin, sind Nussmehle, da sie voll mit Omega 6 Fettsäuren sind, die schnell bei Hitze oder Luft oxidieren können und somit ein großer Entzündungsfaktor in unserem Körper sein können. Und ganz ehrlich: Meine selbst gemachten Wraps, belegt mit Zutaten, deren Herkunft ich kenne, sind mir 1.000 mal lieber als ein “pseudo” paleo cleanes Kantinenessen, bei dem man eben nicht 100% sicher sein kann, welche Fleischqualität es ist, welche Zusatzstoffe beigemengt wurden usw.

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Roxi Rox

Hej! Ich bin Roxi und lebe seit 2006 weitgehend getreidefrei und bin seit Oktober 2012 Paleo / Primal. Ich liebe es zu kochen, zu fermentieren und auch zu essen. Meine Ernährung ist für mich keine Religion. Ich glaube nicht einfach blind, sondern hinterfrage viel.
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3 Kommentare

  1. marc's Gravatar marc
    23. Juli 2014    

    “selbstgerechtes Nutella” gefällt mir am besten :)

    • Roxi Rox's Gravatar Roxi Rox
      23. Juli 2014    

      Ach, das war der Autokorrektpirat! Wird gleich geändert. Danke ;)

  2. 5. Juli 2015    

    Diese Wraps sehen so gut aus! Ich habe deinen Artikel ueber Cassavaprodukte gelesen aber wollte wissen in welchen Afroshop in Berlin du hast Maniokmehl gefunden. Danke!

    I’m sure that made no sense (sorry that my German is terrible!) so here it is again in English: These wraps look great! I read your article about cassava products but wanted to know in which African shops in Berlin you found Maniokmehl.

    I also saw your comment here (http://www.paleorox.de/fleisch-direkt-vom-erzeuger/) where you say you haven’t found a good source for poultry. That was almost a year ago so I was wondering if you’ve found one yet? The same with wild salmon! When I first came to Germany, I tried every brand of frozen wild salmon. Many of them were inedible and none of them were even close to tasting like salmon. Have you found anything that’s okay? Thanks a bunch and thanks for all of the helpful articles! :)

  1. paleorox – Was ist Cassava, Maniok und Tapioka? on 22. Juli 2014 at 22:59

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